Synopsis

 

 

Die Story

Die Entstehung einer Legende

Thomas Stearns Eliot

Andrew Lloyd Webber

Trevor Nunn

Gillian Lynne

Sir Cameron Mackintosh

John Napier

David Hersey

Martin Levan

Michael Kunze

 

 

Die Story



Mitternacht. Kein Geräusch ist zu hören. Plötzlich erhellt ein Feuerwerk aus Licht und Musik die Nacht und lenkt den Blick auf einen Hinterhof voller überdimensionalem ausrangiertem Gerümpel. Autoscheinwerfer gleiten suchend über die düstere Szenerie, erfassen schemenhaft eine durch die Dunkelheit huschende Katze. Die außergewöhnliche Nacht des Jahres ist angebrochen: Von überall her versammeln sich die Jellicle Cats, um den Jellicle Ball zu feiern. Zunächst sind die Katzen misstrauisch, verweigern dem Betrachter den Zutritt zu ihrem Reich. Zurückhaltend stellen sie sich vor, enthüllen in "Das Benennen von Katzen" die ersten beiden ihrer Namen, allerdings nicht den dritte, den sie niemals verraten. Victoria, die schneeweiße junge Katze, lädt den Zuschauer mit ihren geschmeidigen Bewegungen ein, den Jellicle-Ball mitzufeiern. Der graugetiegerte Munkustrap erläutert zunächst die Besonderheiten dieser speziellen Nacht: In der Morgendämmerung wird das weise Katzenoberhaupt Old Deuteronomy eine Katze aus ihrer erwählen, die in den Katzenhimmel aufsteigen und wiedergeboren wird. Fällt die Wahl auf Jenny Fleckenfell, die alte Gumbie-Katz, die ihren Tag gern dösend verbringt, doch auch für Ordnung in der Mäuseschar sorgt? Oder auf Rum Tum Tugger, den charismatischen Kater, der seine unerhörte Wirkung auf den weiblichen Teil der Katzenwelt in vollen Zügen genießt? Oder wird sich Old Deuteronomy für Grizabella entscheiden, die einstige Glamour-Katz, die Außenseiterin unter den Jellicle-Katzen? Vor Jahren verließ sie die Katzengemeinschaft, um die große Welt zu erkunden. Heute, müde und sich nach Wärme und Geborgenheit sehnend, würde sie nur allzu gerne zurückkehren. Doch die Katzen weisen sie ab. Auch Bustopher Mürr, der aristokratische Gourmet-Kater, erweist den Katzen die Ehre und verlässt für einen kurzen Besuch die elitären Clubs, in denen er seine Tage zu verbringen pflegt. Auf einmal ertönt ein donnerndes Krachen, gefolgt von Polizeisirenen: Ist es der Bösewicht Macavity, der sich in der Gegend herumtreibt? Die Furcht vor seiner Ankunft vertreibt die Katzen, der Hinterhof ist plötzlich wie leergefegt. Doch dann verrät ein glucksendes Kichern aus der Dunkelheit, dass Mungojerrie und Rumpleteazer im Anmarsch sind, das berüchtigte Katzengespann, das seine Familie nicht nur den letzten Nerv gekostet hat.

 

Als die anderen Katzen bemerken, dass nicht Macavity für den Radau verantwortlich war, kehren sie auf den Hinterhof zurück und endlich erscheint auch der sehnsüchtig erwartete Old Deuteronomy. Eigens für ihn haben sie eine besondere Darbietung einstudiert, die sie ihm nun präsentieren: "Von der furchtbaren Schlacht zwischen Dackeln und Möpsen". Und wieder ein Krachen. Macavity?! Die Jellicle-Katzen ergreifen erneut die Flucht, doch Old Deuteronomy beruhigt sie und eine nach der anderen schleichen sie vorsichtig zurück: Der Ball kann beginnen!

Angezogen von dem Ball, in dem auch sie einst im Mittelpunkt stand, betritt Grizabella die Szenerie ein zweites Mal, doch die Katzen ziehen sich vor ihr zurück. Einsam und verlassen erinnert sie sich voll Wehmut an ihre Jugend, die eine Zeit voller Glück war.

Besorgt um Old Deuteronomy, der tief in Gedanken versunken über das Schicksal von Grizabella nachsinnt, wagen sich als erste die Zwillinge Tantomile Und Coricopat auf den Schauplatz des Geschehens zurück. Nach und nach erscheinen die restlichen Jellicle-Katzen und lauschen den Ausführungen ihres Oberhauptes über die "Momente des wahren Glücks". Old Deuteronomy bittet Gus, den Kater vom Bühneneingang, aus seinem bewegten Leben als gefeierter Theaterstar zu erzählen. Und noch einmal werden die letzte Schlacht des Piratenkaters Growltiger und seine Laison mit der eleganten Lady Griddlebone zum Leben erweckt. Als nächsten fordert Old Deureronomy Skimbleshanks auf, seine Geschichte zu erzählen, von der sich alle Katzen mitreißen lassen. Der Kater vom Nachtexpress sorgt in seinem Zug für Ruhe und Ordnung. Ein weiteres Krachen ertönt, und dieses Mal erscheint der Bösewicht Macavity leibhaftig. Hilflos müssen die Katzen mit ansehen, wie er mit seinen Komplizen Old Deuteronomy entführt. Während einige von ihnen Macavity verfolgen, besingen Demeter und Bombalurina seine Missetaten, die ihm im Laufe der Jahre den Titel "Al Capone der Katzenwelt" eingebracht haben. Verkleidet als Old Deuteronomy kehrt Macavity zurück, um Demeter zu entführen, aber sie entlarvt ihn. Ein erbitterter Kampf entbrennt zwischen Munkustrap, Alonzo und Macavity. Verletzt und fast geschlagen verschwindet Macavity mit einem gewaltigen Blitz, der alle Lichter erlöschen lässt. Tiefe Dunkelheit umgibt die verzweifelten Katzen. Rum Tum Tugger ruft Mr. Mistoffelees auf den Plan, um mit Hilfe dessen magischer Kräfte Old Deuteronomy zurückzubringen. Und tatsächlich gelicht Mr. Mistoffelees neuester Zaubertrick und alle Katzen teilen ihre Freude über Old Deuteronomys Rückkehr mit dem Publikum.

 

Die Morgendämmerung bricht an und der Moment der Wahl der Katze, die wiedergebohren werden soll, ist gekommen. Noch ein letztes Mal versucht Grizabella die Aufmerksamkeit der Katzen zu erlangen. Alle drehen sich von ihr weg, doch sie beschwört erneut ihre Erinnerungen herauf. Resigniert wendet Grizabella sich ab, aber nun nehmen die Katzen sie wieder in ihre Mitte auf. Sie erwählen mit Zustimmung von Old Deuteronomys Grizabella als diejenige, die die Reise zum sphärischen Licht antreten darf, um wiedergebohren zu werden. Der Jellicle-Ball nähert sich dem Ende, und Old Deuteronomy wendet sich seinem Schlussgesang "Über das Ansprechen von Katzen" an sein menschliches Publikum: "Ihr habt gelernt und seht bestimmt, dass Katzen Euch seht ähnlich sind."

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Die Entstehung einer Legende

 

...Andrew Lloyd Webber hatte eine Königsidee.

Er stieß auf der Suche nach einem neuen Libretto auf die Katzengedichte von T. S. Eliot. Wobei "stieß" sicher nicht der richtige Ausdruck ist - diese Gedichte sind ja in England ungeheuer populär, mehr noch, sie wohnen im Herzen fast jeden Engländers. In unzähligen britischen Familien werden die Kinder mit diesen Geschichten täglich zu Bett gebracht; seit fast 50 Jahren müssen die Eltern ihren Sprösslingen die Katzenverse wieder und wieder vorlesen...

Bei der Vertonung von Eliots Gedichten war zuerst das Wort da, das auf adäquate Melodien wartete. Webber berichtete später, dass ihm die "außerordentliche Musikalität" des Dichters die Arbeit gewaltig erleichtert hat.

Bald erkannte aber Webber, das es einen Mitarbeiter benötigte, das um die einzelnen vertonten Verse eine Geschichte zu spinnen wusste, das einen roten Faden finden kann und die verschiedenen schillernden Katzentypen durch eine dramaturgische Formel zu einem Stück entwickeln vermochte. Dieser Mitarbeiter wurde dann kein geringerer als der künstlerische Leiter der Royal Shakespeare Company, der mehrmals preisgekrönte Regisseur Trevor Nunn. Webber und Nunn bezeichneten im Nachhinein als den wichtigsten Hinweis eine Bemerkung Eliots in einem seiner Briefe, dass die Katzen eine höhere Bestimmung hätten. Dieser Gedanke wurde dann zum Leitmotiv für das ganze Stück...

Heute wissen wir um den enormen Erfolg der ersten CATS-Inszenierung in London. Da aber Erfolge - gerade in der Show-Branche - nie vorausprogrammierbar sind, mussten sich Webber und Nunn um weitere Mitarbeiter umsehen, die ihre Ideen in die Bühnenwirklichkeit umsetzen vermochten. Es galt ein "Leading Team" zu finden, das imstande war, die Darsteller (und ihre Umwelt) so zu zeigen, dass Identifikation zwischen Katzen- und Menschenwelt nahtlos erfolgen konnte. Als erstes hieß es, einen "riesigen Tummelplatz" für Katzen zu erfinden. Der Bühnen- und Kostümbildner John Napier, ebenfalls von der Royal Shakespeare Company, wo er seit fast einem Jahrzehnt als Ausstattungsleiter tätig ist, verwandelte die Arenabühne und den Zuschauerraum des New London Theatre in einen einzigen überdimensionalen Müllhaufen. Denn - das war von Anfang an klar - jeder Gegenstand, der im Bühnenbild vorkam, also jede verbeulte Konservendose, jeder kaputte Regenschirm, das rote Autowrack, der alte Autoreifen, die verrosteten Fahrräder, die Plastikbecher und Glasflaschen, die Zeitungsfetzen und Zahnpasta Tuben, all diese bedenklichen Nebenprodukte der menschlichen Zivilisation mussten in der Proportion zu den Katzendarstellern stimmen.

Die Kostüme mussten der heiklen Balance zwischen Mensch und Tier standhalten. Zuviel Katze - also zu viel Fell und Pfote - hätte die Handlung unweigerlich in die Richtung des Kindermärchens verschoben. Zuviel Mensch aber, mit all den körperlichen Merkmalen, die unsere Art aufweist, hätte wiederum nicht in die katzengerechte Umgebung gepasst.

Die vielleicht wichtigste Entscheidung war aber, jemanden zu finden, der die so typischen Bewegungsabläufe der Katzen mit denen der Menschen zu vereinen wusste und gleichzeitig imstande war, eine "Show" zu liefern. Man wollte ja vor allem ein Musical zeigen, dass die Zuschauer unterhalten sollte und keine Verhaltensstudie für Tierfreunde. Die Choreographin und Co-Regisseurin Gillian Lynne hat - heute weiß man es - diese Aufgabe kongenial gelöst. Obwohl sie auf eine langjährige Karriere als Choreographin in England und den USA und beim Film zurück schauen konnte und sogar als Shakespeare-Regisseur erfolgreich tätig war, musste sie diesmal alles Dagewesene und Erprobte über Bord werfen und mit ihrer Arbeit völlig neu beginnen. "Ich wollte keine herkömmliche Choreographie zeigen, sondern einen selbstgeschaffenen neuen Ausdruck", sagte sie rückblickend. Das Katzen-Menschen-Verhalten bot ihr die Möglichkeit, eine Vielzahl von Tanzstilen miteinander zu verknüpfen, ohne dabei eine übergeordnete Gesamtrichtlinie aus den Augen zu verlieren.

Ein weiterer, gerade bei CATS immens wichtiger Mitarbeiter war der Lighting Designer David Hersey. Bei CATS war er vor die Aufgabe gestellt, das nächtliche Treiben der Katzen so zu beleuchten, dass zwar alle Stimmungselemente der im Mondschein ablaufenden Handlung bewahrt bleiben, die Zuschauer aber trotzdem jede einzelne Regung der Darsteller beobachten können ...

Die Premiere im New London Theatre am 11. Mai 1981 ließ alle Spekulationen und geheimen Hoffnungen wahr werden. CATS wurde, wie man so schön in der Theatersprache sagt, "über Nacht" zum Erfolg, die Zeitungen berichteten von einem überregionalen Ereignis. An der Kasse des Theaters hing immer öfter das "Ausverkauft"-Schild und nach einigen Wochen Spielzeit wollte anscheinend ganz London CATS. Die Karten waren bald für einige Monate in voraus vergriffen...

Nichts war selbstverständlicher, als dass der mächtige Broadway, die legendäre personifizierte Theaterstraße New Yorks, sich schon nach kurzer Zeit meldete, um das neue Webber-Musical über den Teich zu bringen. Ebenfalls selbstverständlich war es, dass die Theatermacher von Amerika es noch besser, noch größer und noch toller produzieren wollten als der "kleine Bruder" in London ... Am 7. Oktober 1982 war es soweit. Und das Stück eroberte auch den Broadway im Nu. Bei der nächsten fälligen Verleihung des sogenannten "Tony-Awards" im Juni 1983 (dem Gegenstück zum Film-Oscar, der alljährlich für besondere Leistungen im Musical-Bereich verliehen wird) bekam CATS gleich sieben Mal diese Auszeichnung! Sieben Tonys - das "beste Musical", die "beste Partitur", das "beste Buch", die "beste Regie", die "besten Kostüme", die "beste Lichtregie" sowie für die "best supporting actress" - wurden noch nie einem amerikanischen Musical und schon gar nicht einem britischen Musical verliehen ...

Bühnen in aller Welt bemühten sich im Anschluss um die Aufführungsrechte...

Nachtrag: Bis heute wurde CATS vor 50 Millionen Zuschauern in 26 Ländern und über 300 Städten aufgeführt. CATS ist weltweit das am längsten gespielte Musical.

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Thomas Stearns Eliot

"Wir lassen nie vom Suchen ab, und doch, am Ende unseres Suchens, sind wir am Ausgangspunkt zurück und werden diesen Ort zum ersten Mal erfassen." ("Little Gidding", T.S. Eliot). Das seine Gedichtsammlung "Old Possum's Book of Practical Cats" einst als Vorlage für das erfolgreichste Musical aller Zeiten dienen sollte, hat der 1888 in Missouri/USA geborene Schriftsteller Thomas Stearns Eliot nicht mehr erlebt: er starb am 4. Januar 1965 in London. Die Faszination jedoch, die Grizabella, Old Deuteronomy und ihre Artgenossen auf den Bühnen der ganzen Welt ausübten würden, hätte er ohne weiteres nachvollziehen können. Die Liebe zu Katzen zog sich wie ein roter Faden durch das Leben und Schaffen T.S. Eliots: "Old Possum", alte Beutelratte, war der Spitzname, mit dem sich seine Patenkinder für die unzähligen zärtlich-komischen Katzengedichte revanchierten, die er im Laufe der Jahre eigens für sie dichtete. Die Gedichte über Katzen, die Eliot ausnahmslos menschliche Züge trugen, flossen in den Sammelband, der 1939 erschien und seither in keiner englischen Familie fehlen darf. 1983 erhielt Eliot posthum einen Tony Award für die Vorlage zum Musical. Facettenreich ist die Ausbildung des gebürtigen US-Amerikaners: Ab 1906 studierte er Mathematik, Philosophie und asiatische Sprachen an der Harvard University. Ab 1911 studierte er an der Pariser Sorbonna, 1913 kehrte er für ein Jahr als Dozent nach Harvard zurück, bevor es ihn nach kurzem Studienaufenthalt in Marburg endgültig nach England zog, wo er seine Studien in Oxford fortsetzte. 1915 heiratete T.S. Eliot die Engländerin Vivienne Haigh Wood und veröffentlichte mit "The Love Song of J. Alfred Prufrock" sein erstes bedeutsames Gedicht. Im Jahre 1925 bekam er eine Professur am Trinity College Cambridge. In Jahr 1927 erzählt der Katzenliebhaber die englische Staatsbürgerschaft, kehrte allerdings zunächst für zwei Jahre in sein Geburtsland zurück, um eine Gastprofessur für Poetry in Harvard zu übernehmen. In den Jahren vor der Verleihung des Liberaturnobelpreis im Jahr 1948 entstanden unter anderem sein lyrisches Hauptwerk "Four Quartets" und das Drama "Murder in the Cathedral". Ab 1952 war der Autor Präsident der Londoner Bibliothek, außerdem erhielt er verschiedene Ehrendoktortitel, unter anderem der Universitäten Sorbonne, Harvard, Yale, Princeton, Columbia, Oxford, London und München. Nach der Veröffentlichung des Dramas "The Confidential Clerk" erhielt er im Jahre 1954 den Hansischen Goethepreis. 1959 folgten die "Goldmedaille der Stadt Florenz" und der deutsche Orden "Pour le Mérite". Im selben Jahr 1965 veröffentlichte T.S. Eliot die Sammlung "Collected Poems 1909-62".

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Andrew Lloyd Webber

Andrew Llyod Webber wurde 1948 geboren. Er ist der Komponist von CATS, "Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat", Jesus Christ Superstar", den Filmmusiken zu "Gumshoe" und "The Odessa File", "Evita", "Variations" und "Tell me on a Sunday, woraus "Song and Dance" entstand, "Starlight Express", "Requiem", einer Version der lateinischen Totenmesse, "The Phantom of the Opera", "Aspects of Love", "Sunset Boulevard" und "By Jeeves", einer gefeierten Überarbeitung seines früheren "Jeeves". Seine Auszeichnungen umfasst sechs Tony Awards, vier Drama Desk Awards, einschließlich der Auszeichnung zur besten klassischen, zeitgenössischen Komposition für "Requiem" im Jahre 1986 und fünf Laurence-Oliver-Awards. Für "Sunset Boulevard" erhielt er zwei Tonys in den Kategorien "beste Musik" und "bestes Musical". Andrew Llyod Webber schaffte es als Erster, das gleichzeitig drei seiner Musicals in New York und London gespielt wurden - ein Rekord der er 1982, 1988 und 1994 erreichte. Er ist der erste Empfänger des American Society of Composers, Authors and Publishers' Triple Play Award. Im Januar 1996 wurde die Londoner Produktion von CATS das am längsten laufende Musical in der Geschichte des West End. Durch die Really Useful Group produzierte Andrew Lloyd Webber nicht nur seine eigenen, sondern auch Arbeiten anderer Autoren wie "Shirley Valentine", "Lend me a Tenor" und "La Bête". 1988 wurde er mit der Mitgliedschaft des Royal College of Music ausgezeichnet und 1992 für seine Verdienste um die Kunst in den Adelsstand erhoben. Er wurde in die amerikanische Songwriters' Hall of Fame aufgenommen und man übergab ihm 1995 den Premium Imperial Adawrd for Music. 1996 erhielt er den Richard Rodgers Award for Excellence in Musical Theatre.

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Trevor Nunn

Selbst die kritischsten unter den Beobachten der Theaterwelt würden in einer Liste der erfolgreichsten Regisseure der Welt den Namen von Trevor Nunn nicht übersehen. Schließlich führte er nicht nur Regie bei der Original-Produktion von "Starlight Express" in London; er brachte das Musical auch am Broadway in New York auf die Bühne. Weltberühmt machte ihn seine Regiearbeit für CATS. Der "workaholic" unter den Regisseuren setzte aber auch die Musicals "Chess" und "Les Misérables" in Szene. Die Fans des Sprechtheaters bringen seinen Namen in Verbindung mit der angesehenen englischen Royal Shakespeare Company, deren jüngster Künstlerischer Leiter er 1968 wurde. Seit Anfang der 90er Jahre arbeitet Trevor Nunn als Intendant und Geschäftsführer für das National Theatre in London.

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Gillian Lynne

Als internationale Regisseurin/Choreographin von über 40 Shows hat sie in London und am Broadway Ruhm erlangt, u.a. "Roar of the Greasepaint", "The Match Girls", "Pickwick", "How Now Dow Jones", "Tonight At Eight", "Songbook", "Tomfoolery", "Jeeves Takes Charge", "Once Upon a Time", "My Fair Lady", "Cabaret", CATS, "The Phantom of the Opera" und "Aspects of Love". Für CATS wurde ihr ein Oliver-Award verliehen, für Regie und Choreographie von CATS in Wien erhielt sie den Verdienstorden der Republik Österreich, ihre Pariser Inszenierung wurde mit dem Moliére-Preis für das beste Musical 1989 ausgezeichnet. Zu ihren für die Royal Shakespeare Company gehören: "The Comedy of Errors", "A Midsummernight's Dream", "As you like it", "The Boyfriend", "The Way of the World" und "Once in a Lifetime". Für das Royal Opera House, Covent Garden, inszenierte sie u.a. "Midsummer Marriage", "The Trojans" und "Parsifal" für die English National Opera "Der fliegende Holländer" und am Metropolitan Opera House/New York wurde ihre "Faust"-Inszenierung aufgeführt. Zu ihren wichtigsten Filmen gehören "Half a Sixpence", "Man of La Mancha", "Vacation 2" und "Yentl". Ihre Ballettinszenierung, "A Simple Man" und "Lipizzaner", gehören zum Repertoire des Northern Ballett Theatre. Für Zahlreiche Fernsehsendungen zeichnet Miss Lynne verantwortlich, so etwa für die "Muppedt Show"; ihre eigene Version von "The Fool On the Hill" für das australische Fernsehen, ein Film auf der Grundlage der Beatles-Musik, der ihr drei große Preise einbrachte; für die BBC "The Morte D'Athur" mit den sie den Engel International TV-Award gewann; für "A Simple Man" erhielt sie 1988 den Britischen Academy Award. Zuletzt übernahm sie Regie und Choreographie für "The Look of Love" auf der Grundlage der Musik und Lyrik vor Burt Bacharach und Hal David, ebenfalls für die BBC. Gillian Lynne ist mit dem Schauspieler und Produzenten Peter Land verheiratet.

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Sir Cameron Mackintosh

Der Erfolgsautor hat über 300 Shows auf die Bühne gebracht. Zu seinen internationalen Hits zählen "Les Misérables", CATS, "Das Phantom der Oper", "Miss Saigon", "Five Guys Named Mo" und "Carousel". Cameron Mackintosch präsentierte Julie Andrews in der amerikanischen Premiere von Sondheims "Putting it together" und "The Card" am Open Air Theatre im Regents Park. Im Londoner Palladium Theater brachte er Mitte der neunziger Jahre die Wiederaufnahme von "Oliver!" nach "Oliver Twist" von Charles Dickens auf die Bühne. Seine Produktion "Martin Guerre", das Musical von Alaim Boubil und Claude-Michel Schönberg, feierte im Sommer 1996 im Prince Edward Theatre in London Premiere.

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John Napier

zählt zu den Bühnen- und Kostümbildnern der Welt. er studierte am Hornsey College of Art sowie der Central School of Arts and Crafts und ist Associate Director der Royal Shakespeare Company in London. In seinem Londoner Atelier entwarf er über 100 Bühnenbilder für Oper, Theater und Musical, darunter für die Produktionen "Macbeth", "The Comedy of Errors", "King Lear", "Once in a Lifetime", "Hedda Gabler", "Peter Pan", "Lohengrin", "Les Misérables", "Children of Eden" und "Time". Für die deutschen Produktionen von CATS und "Starlight Express" entwarf er ebenfalls das Bühnenbild und die Kostüme. Er zeichnet außerdem verantwortlich für die Kostüme im Micheal-Jackson-Video, "Captain EO" sowie für die Ausstattung von Steven Spielbergs Film "Hook". John Napier wurde unter anderem mit vier Tony Awards ausgezeichnet.

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David Hersey

gestaltete in den vergangenen 25 Jahren die Beleuchtung für über 200 Theaterstücke, Musicals, Opern und Balletttheater. Seine Werke sind rund um den Erdball zu bewundern. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören unter anderem Tony Awards für "Evita", CATS und "Les Misérables". David Herseys Lieblingsproduktion ist das Musical "Nicholas Nickleby". Die größte Herausforderung seiner Karriere was für ihn das Musical "Miss Saigon". Jedoch arbeitete er nicht nur für Theater, sondern entwarf auch das Lichtdesign für Freizeitparks in Florida und Italien und war verantwortlich für die Lichtausstattung im "Mirage" und "Treasure Island Hotel" in Las Vegas. David Hersey ist Gründer der DHA-Lighting, die sich auf die Gestaltung und Herstellung besonders beleuchteten Spielzeugs spezialisiert hat. Zehn Jahre lang war er Lichtberater im Royal National Theatre und war Vorsitzender der Association of Lighting Designers.

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Martin Levan

Nach 10 Jahren als Toningenieur und Schallplattenproduzent begann Martin Levan 1982 seine Theaterkarriere als Tondesigner für "Song & Dance" in London. Seitdem ist er verantwortlich für das Sounddesign von CATS und anderer weltweiter Produktionen, wie "Starlight Express", "Das Phantom der Oper", "Der kleine Horrorladen", "Carrie", The Bakers Wife", "Requiem", "Aspects of Love", "Der Kuss der Spinnenfrau", "Joseph and the Amazing Dreamcoat", "Show Boat", "Sunset Boulevard", "Whistle down the Wind", "Lautrec", "The beautiful Game" und "Napoleon". Außerdem steht er für den guten Ton der Konzerte von Andrew Lloyd Webber. Zu seinen Auszeichnungen zählen u.a. der NAACP Theatre Award - für den besten Sound Direktor für "Das Phantom der Oper", der L.A. Drama Critics Award für "Sunset Boulevard" und der Jessie Richardson Award für "Show Boat". Martin war bei den Original Aufnahmen vieler der oben genannten Produktionen für den Ton zuständig, darunter auch für die Original Broadway Aufnahme von CATS die einen Grammy verliehen bekam. Martin lebt mit seiner Frau Karen in Wales, wo er viel Zeit in seinem privaten Tonstudio verbringt und von dort aus weltweit agiert.

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Michael Kunze

Michael Kunze ist ein internationaler erfolgreicher Schriftsteller und Dramatiker, Buch- und Fernsehrautor, Liedtexter und Librettist. In den letzten Jahren schuf er mit seinen Werken eine neue, europäische Form des populären Musiktheaters, die den Begriff Musical erweitert und ein eigenes Genre geschaffen hat. Aus seiner Feder stammen neben der deutschen Version von CATS auch die Übersetzungen internationaler Hits wie "Evita", "A Chorus Line", "The Phantom of the Opera", "Little Shop of Horrors", "Sunset Boulevard" und Disneys "Der Glöckner von Notre Dame". Michael Kunze ist in München aufgewachsen. Nach seinem Studium der Rechte begann er Ende der 60er Jahre als Liedtexter zu arbeiten. Durch seine Erfolge wurde er zu einem der besten Songwriter Deutschlands. Er schrieb zahlreiche deutsche und internationale Tophits und produzierte Pop-Interpreten wie Silver Convention, Julio Grammy. Weitere internationale Auszeichnungen und 73 Gold- und Platinschallplatten zeugen von diesem Abschnitt seiner Karriere. Mit Sylvester Levay schuf er auch den Welterfolg "Elisabeth". Sein Werk "Tanz der Vampire" (derzeit in Stuttgart, ab Herbst 2002 in New York) entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Roman Polanski und den US-Komponisten Jim Steinman. Wiederrum als Übersetzer trat Michael für das Musical Disneys "Der König der Löwen", das Ende 1999 seine deutschsprachige Uraufführung feierte, in Erscheinung. Zuletzt arbeitete er an der Übersetzung der Songtexte von "MAMMA MIA!". Michael Kunze lebt in New York und München. Er ist Mitglied der deutschen Dramatikerunion und der amerikanischen Dramatists Guild, Inc.

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Aus den CATS Programmheften von Stuttgart und Berlin.